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13.12.2019 : 2:49

Überblick

WLAN (Wireless Local Area Networks)

Funknetzwerk im nicht lizensierten Bereich (meist bei 2,4 GHz), das lokal über kürzere Strecken den Zugang zum Internet ermöglicht

WiMAX (Worldwide Interoperability for Microwave Access)

  • Technologische Weiterentwicklung von WLAN (weniger störanfällig, größere Reichweite und Bandbreite).
  • In Deutschland sind drei bundesweite Lizenzen für WiMAX im Frequenzbereich 3,4 - 3,6 GHz an die Firmen Deutsche Breitbanddienste, Inquam und Clearwire vergeben worden

Die Technologie hat sich nicht auf dem Markt durchsetzen können und hat kaum noch Relevenz.

Funk - Fortsetzung

Das zuvor schon erwähnte WLAN hingegen ist in einem gänzlich konträren Einsatzgebiet zu verorten. WLAN ist für die Versorgung von sehr kleinen Einheiten gedacht und erreicht auf freier Fläche bis zu 100m-Strecke, in Gebäuden deutlich weniger. Gesendet wird in verschiedenen Frequenzbereichen um 2,4GHz und 5,4GHz. Auf diesen Frequenzen sind verschiedene Kanäle definiert, auf welchen gesendet werden kann. Um Störungen zu vermeiden, sollte man beachten, dass verschiedene WLAN-Netze in Reichweite unterschiedliche Kanäle nutzen.  Je nach eingesetztem Standard sind Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen ca. 5Mbit/s und 120Mbit/s erreichbar. WLAN-Netze wurden zunächst hauptsächlich zur Versorgung öffentlicher Plätze eingesetzt, um dort einen Internetzugang bereitzustellen: Die sogenannten Hot-Spots. Häufig müssen solche Zugänge nach Zeit bezahlt werden. Konkurrenz bekommen die Hot-Spots aber zunehmend durch Mobilfunktechniken, wie UMTS und verlieren so an Bedeutung. Hingegen steigt aber die private Nutzung von WLAN: Denn mit der Bereitstellung eines Internetzugangs erfolgt oft auch die Abgabe eines subventionierten WLAN-Routers durch die Provider. WLAN ist breit verfügbar und soll den kabellosen Internetzugang in den eigenen Räumen gewährleisten. Wichtig ist es hier auf eine sichere Verschlüsselung des WLAN-Netzes zu achten. Denn diese Netze sollen nicht öffentlich zugänglich sein. Ein WLAN-Besitzer ist für alle Aktionen an seinem Anschluss verantwortlich!

Trotzdem kann ein WLAN einen Breitbandzugang für eine kleine Nutzergruppe bereitstellen, wenn kein Breitbandanschluss für alle Nutzer verfügbar ist. So kann ein verfügbarer Internetanschluss auf andere unversorgte Nachbarn weiterverteilt werden. Manche Provider schließen jedoch eine solche Nutzung in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen aus.

In die WiMAX-Technologie wurden große Hoffnungen gesetzt als Breitbandanbindung für bisher unterversorgte Gebiete. Basierend auf WLAN ist es so konzipiert worden weitaus größere Regionen versorgen zu können, typischerweise im 5 Kilometer Radius um den Sendestandort herum. Die Geschwindigkeit einer Zelle (bis zu 108Mbit/s) teilen sich alle in deren Reichweite befindlichen Nutzer. Ein besonderes Augenmerk bei der Entwicklung lag bei der Priorisierung von Sprach- und Videoübertragungen. WiMAX sollte somit genauso leistungsfähig wie herkömmliche kabelgebundene Breitbandverbindungen sein. Bis auf einige Pilotnetze sind in Deutschland jedoch keine WiMAX-Funknetze errichtet worden. Die Inhaber der Frequenzen haben diese teilweise sogar zurückgegeben. Die Technologie konnte sich nicht kommerziell durchsetzen. Insbesondere durch die zunehmende Unterstützung der Netzwerkausrüster von LTE-Mobilfunk ist WiMAX letztendlich gescheitert.

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